5. Nabelreflex
5.1. Theorie
Die Integrale Orthopädie sieht als Ursprung vieler Stressmuster eine über Narben, insbesondere den Nabel zugängliche Systemblockade.
Osteopathie: "Faszien sind der Ort, wo man Krankheit suchen muss, sie sind aber auch der Ort, wo Heilung beginnt", sagte Andrew T. Still, der Begründer der Osteopathie.
Faszien sind ein z. T. hauchdünnes fibröses Geflecht, das den ganzen Körper, insbesondere auch alle Muskeln umgibt. Sie haben eine stützende, stabilisierende und regulierende Wirkung auf die Muskulatur sowie das venöse und lymphatische System. Man kann sich das Faszien- oder Bindegewebsnetz des Körpers wie ein Spinnennetz vorstellen, in dem die Bewegung oder Bewegungsblockade jeder Faser Einfluss auf alle anderen hat.
Dem Nabel kommt in diesem Bild die Bedeutung eines Aufhängungspunkt des Netzes zu. Neben den direkten Verbindungen zum Bauchfell und damit zum Darm sowie zur Leber, zum Zwerchfell und darüber zum Herzbeutel und nach unten zum Urogenitaltrakt, bestehen indirekte, aber therapeutisch relevante Verbindungen nach oben bis zum Schädel und nach unten bis zum Fußgewölbe. Der sensible Therapeut oder Patient kann über eine Verschiebung des Nabels überall im Körper die Zu- oder Abnahme der Spannung eines Referenzpunktes spüren.
Dies ist prinzipiell bei zahlreichen Bezugssystemen im Rahmen der Osteopathie, Akupunktur oder Kinesiologie möglich. Ein die Integrationsreflexe sinnvoll ergänzendes Bezugssystem sind die neurolymphatischen Reflexpunkte nach Chapman. Das besondere an den Integrationsreflexen ist die Entspannung des Schmerz- oder Referenzpunktes durch gleichzeitige Entstörung eines Störfeldes und in der Folge die Umschaltung des Gesamtorganismus in einen entspannungs- und regenerationsfähigen Zustand. Dies erleichtert alle weiteren Interventionen, z. B. eine globale oder lokale, osteopathische Faszienentspannung oder andere Reflextherapien. So zeigt die praktische Erfahrung immer einen Hinweis auf einen störenden Nabel bei fehlender manueller Entspannungsfähigkeit des dorsolumbalen Überganges und vor allem des quadratischen Rückenstreckers, der bei fast allen lumbalen Rückenbeschwerden beteiligt ist.
Lebenskraft (Chi): Der Nabel ist der Sitz unseres Urtraumas: der mechanischen und energetischen Abkopplung von der Einheit mit der Mutter und damit dem Leben (s. Almaas). Der Nabel liegt in direkter Nähe zu einem der wichtigsten vegetativen Regulationszentren des Körpers dem Plexus Solaris oder Sonnengeflecht. Dieses ist für die Regulierung von Anspannungszustand, Sympathikotonus oder Yang und Entspannungszustand, Parasympathikus oder Yin, insbesondere im Bereich der inneren Organe verantwortlich.
Der Spannungszustand der glatten Muskulatur der Hohlorgane sowie die Drüsensekretion sind vom Zustand des Sonnengeflechts abhängig. Patienten, die autogenes Training praktizieren, spüren durch den Nabelreflex eine ausgeprägte Steigerung von Entspannung und Wärmegefühl im Vergleich zu ihrer gewohnten mentalen Aktivierung des Sonnengeflechts. Die unweit des Nabels liegenden Nebennieren produzieren in ihrer Rinde die Steroidhormone wie Cortison und regulieren von dort Wasser-, Mineralstoff- und Zuckerhaushalt. Das Nebennierenmark gehört zum sympathischen Nervensystem und bildet die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin.
In direkter Nabelnähe liegt auf energetischer Ebene das Hara (japanisch: Quelle des Lebens) sowie das untere Tan-Tien der fernöstlichen Heil-, Kampf- und Meditationskünste. Dort sammelt der Praktizierende des Zen, Qi Gong, Kung Fu oder Aikido seine innere Kraft und findet das Gleichgewicht von Dynamik und tiefer Ruhe.
Es ist unser wichtigstes Energiereservoir. In der chinesischen Medizin ist der Tan Tien ein Ozean von Chi, der erst überfließen muss, um die Flüsse (Meridiane) zu füllen und dann alle Organe zu versorgen.Durch Befreiung des Chi-Flusses können wir unsere Organe und unsere Lebenskraft stärken und Selbstheilungskräfte aktivieren. Unser Herz wird entlastet, da der Kreislauf, das Nervensystem und die Drüsen aktiviert werden und alle Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe) leichter durch den Körper fließen können. Ein hoher Chi-Druck verbessert unsere persönliche Kraft, gibt uns im täglichen Leben mehr Konzentration und Ausgeglichenheit.(Rainer Semlin / 2004)
Die Chakrenlehre des tantrischen Hinduismus und Buddhismus sowie auch Theosophie und die Antroposophie Rudolf Steiners kennen das Nabelchakra oder Manipura als eines der zentralen Energiezentren, das den physischen mit den subtilen Körpern, u. a. dem Astralleib verbindet.
In der yogischen Heilkunst spricht man von 72.000 Nadis oder Energiekanälen, die sich um den Nabel herum befinden.
In der Akupunkturlehre entspricht der Nabel dem Akupunkturpunkt KG 8 (göttliche Grenze), der normalerweise nicht genadelt, sondern zur Energieaufnahme gern mit Wärme (Moxa) behandelt wird. Eine Blockade des Nabels führt zu einer Unterbrechung des vorderen der beiden Hauptmeridiane und auch in der taoistischen Energieheilkunde wird dadurch der wichtigste Energiekreislauf, der vorn und hinten um Kopf- und Rumpf verläuft unterbrochen.
Neuraltherapie und Kinesiologie: In der Neuraltherapie wird der Nabel bei abdominellen Beschwerden u. a. auch bei Nabelkoliken und als Störzone in Zusammenhang mit allergisch-asthmatischen Beschwerden gespritzt, und zwar dort wo die Zugspannung entsteht. In der Regel kann eine Umstellung des gesamten Vegetativums mit Entspannung der abdominellen und thorakalen Faszien und Organe beobachtet werden.
Fernwirkungen an der Wirbelsäule, im Magen-Darmtrakt, bei Blasenstörungen inklusive Enuresis (Bettnässen), kleinkindlichen Erkrankungen, Allergien, Schwindel oder Sterilität werden beschrieben.
In der angewandten Kinesiologie bedeutet der Nachweis für einen Nabelstörherd (positive Therapielokalisation) bereits ein „Switching“, eine Koordinationsstörung der beiden Hirnhälften und wird damit u. a. als häufige Ursache von Lernschwierigkeiten gesehen.
5.2.Praxis
Der Nabel wird mit dem Mittelfinger berührt und in die Richtung mit dem geringsten Widerstand verschoben oder gedreht. Mit der anderen Hand wird bei der Erstbehandlung sowie später nach Infekten oder längeren Stressphasen die obere, vordere Halsregion von außen für etwa eine Minute gehalten, dadurch entstört und in das System reintegriert.
Die angenehmste Richtung des Nabels wird erneut geprüft und gehalten, mit der anderen Hand werden nach und nach verschiedene Schmerz- oder Spannungszonen berührt. Normalerweise lösen sich in wenigen Minuten Muskelverspannungen und Gelenkblockaden und man spürt den befreiten Energie- und Blutfluss in Form einer angenehmen Wärme und Entspannung sowie einem Wohlgefühl. Anstelle der manuellen Entstörung der Mandelregion kann diese auch kurz mit einem Laserpointer bestrahlt werden.
Der Nabelreflex bei Nacken- und Rückenschmerzen
Die zweite Position bei lumbalen Rückenschmerzen sowie Beckenverwringungen und Beinlängendifferenzen berührt mit dem Daumen den Unterbauch zur Entspannung des Hüftmuskels, während die übrigen Finger mit der Handinnenfläche zwischen Becken und Rippen auf der tiefen Rückenmuskulatur liegen.
Die erste Position entspannt mit einer Hand weiterhin den Nabel nach erneuter Prüfung der weichen Richtung. Die andere Hand geht mit den Fingerspitzen an den oberen Nacken, so dass der Handballen über der Kiefermuskulatur liegt. Damit werden Kiefer- und Nackenmuskeln entspannt und oft auch schon Kopfgelenks- und Kiefergelenksblockaden gelöst.
Die dritte Position entspannt den unteren Nacken: Die freie Hand legt sich auf der Gegenseite halsnah über die Schulter. Die Fingerspitzen berühren das Schulterblatt, der Handballen das Schlüsselbein. Damit werden Schulterblattheber, Kopfnicker und die seitlichen Halsmuskeln entspannt.
Alle drei Positionen werden beidseits für jeweils einige Minuten gehalten. Solange noch Beschwerden bestehen, aber auch prophylaktisch bei Stress sollte der Nabelreflex jeden Abend durchgeführt werden.
Zusammenfassung: Nabelreflex
- eine Hand: Nabel -> freie Richtung
- andere Hand:
1. Position: Fingerspitzen (gleichseitig) obere HWS -> Kopfgelenke
Handballen -> Entspannung Kiefergelenk, Zungenbein Entstörung: Tonsillenregion
2. Position: Daumen -> Unterbauch (Iliopsoas)
Finger -> Lendenregion (Quadratus lumborum)
3. Position: untere HWS: Fingerspitzen -> Schulterblatt: Levator scapulae ( Schulterblattheber)
Handballen -> Schlüsselbein: Sternocleidomatoideus
( Kopfnicker), Scaleni ( fixiert die 1.Rippe), Trapezius (oberer Schulterrand)
4. Position: beliebige Schmerz- u. Spannungsregion, Narbenstörung
Behandlungsbesonderheiten
6.Nabenreflex
Die Integrale Orthopädie sieht als Ursprung vieler Stressmuster eine über Narben, insbesondere den Nabel zugängliche Systemblockade.
Osteopathie: "Faszien sind der Ort, wo man Krankheit suchen muss, sie sind aber auch der Ort, wo Heilung beginnt", sagte Andrew T. Still, der Begründer der Osteopathie.
Faszien sind ein z. T. hauchdünnes fibröses Geflecht, das den ganzen Körper, insbesondere auch alle Muskeln umgibt. Sie haben eine stützende, stabilisierende und regulierende Wirkung auf die Muskulatur sowie das venöse und lymphatische System. Man kann sich das Faszien- oder Bindegewebsnetz des Körpers wie ein Spinnennetz vorstellen, in dem die Bewegung oder Bewegungsblockade jeder Faser Einfluss auf alle anderen hat.
Dem Nabel kommt in diesem Bild die Bedeutung eines Aufhängungspunkt des Netzes zu. Neben den direkten Verbindungen zum Bauchfell und damit zum Darm sowie zur Leber, zum Zwerchfell und darüber zum Herzbeutel und nach unten zum Urogenitaltrakt, bestehen indirekte, aber therapeutisch relevante Verbindungen nach oben bis zum Schädel und nach unten bis zum Fußgewölbe. Der sensible Therapeut oder Patient kann über eine Verschiebung des Nabels überall im Körper die Zu- oder Abnahme der Spannung eines Referenzpunktes spüren.
Dies ist prinzipiell bei zahlreichen Bezugssystemen im Rahmen der Osteopathie, Akupunktur oder Kinesiologie möglich. Ein die Integrationsreflexe sinnvoll ergänzendes Bezugssystem sind die neurolymphatischen Reflexpunkte nach Chapman. Das besondere an den Integrationsreflexen ist die Entspannung des Schmerz- oder Referenzpunktes durch gleichzeitige Entstörung eines Störfeldes und in der Folge die Umschaltung des Gesamtorganismus in einen entspannungs- und regenerationsfähigen Zustand. Dies erleichtert alle weiteren Interventionen, z. B. eine globale oder lokale, osteopathische Faszienentspannung oder andere Reflextherapien. So zeigt die praktische Erfahrung immer einen Hinweis auf einen störenden Nabel bei fehlender manueller Entspannungsfähigkeit des dorsolumbalen Überganges und vor allem des quadratischen Rückenstreckers, der bei fast allen lumbalen Rückenbeschwerden beteiligt ist.
Lebenskraft (Chi): Der Nabel ist der Sitz unseres Urtraumas: der mechanischen und energetischen Abkopplung von der Einheit mit der Mutter und damit dem Leben (s. Almaas). Der Nabel liegt in direkter Nähe zu einem der wichtigsten vegetativen Regulationszentren des Körpers dem Plexus Solaris oder Sonnengeflecht. Dieses ist für die Regulierung von Anspannungszustand, Sympathikotonus oder Yang und Entspannungszustand, Parasympathikus oder Yin, insbesondere im Bereich der inneren Organe verantwortlich.
Der Spannungszustand der glatten Muskulatur der Hohlorgane sowie die Drüsensekretion sind vom Zustand des Sonnengeflechts abhängig. Patienten, die autogenes Training praktizieren, spüren durch den Nabelreflex eine ausgeprägte Steigerung von Entspannung und Wärmegefühl im Vergleich zu ihrer gewohnten mentalen Aktivierung des Sonnengeflechts. Die unweit des Nabels liegenden Nebennieren produzieren in ihrer Rinde die Steroidhormone wie Cortison und regulieren von dort Wasser-, Mineralstoff- und Zuckerhaushalt. Das Nebennierenmark gehört zum sympathischen Nervensystem und bildet die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin.
In direkter Nabelnähe liegt auf energetischer Ebene das Hara (japanisch: Quelle des Lebens) sowie das untere Tan-Tien der fernöstlichen Heil-, Kampf- und Meditationskünste. Dort sammelt der Praktizierende des Zen, Qi Gong, Kung Fu oder Aikido seine innere Kraft und findet das Gleichgewicht von Dynamik und tiefer Ruhe.
Es ist unser wichtigstes Energiereservoir. In der chinesischen Medizin ist der Tan Tien ein Ozean von Chi, der erst überfließen muss, um die Flüsse (Meridiane) zu füllen und dann alle Organe zu versorgen.Durch Befreiung des Chi-Flusses können wir unsere Organe und unsere Lebenskraft stärken und Selbstheilungskräfte aktivieren. Unser Herz wird entlastet, da der Kreislauf, das Nervensystem und die Drüsen aktiviert werden und alle Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe) leichter durch den Körper fließen können. Ein hoher Chi-Druck verbessert unsere persönliche Kraft, gibt uns im täglichen Leben mehr Konzentration und Ausgeglichenheit.(Rainer Semlin / 2004)
Die Chakrenlehre des tantrischen Hinduismus und Buddhismus sowie auch Theosophie und die Antroposophie Rudolf Steiners kennen das Nabelchakra oder Manipura als eines der zentralen Energiezentren, das den physischen mit den subtilen Körpern, u. a. dem Astralleib verbindet.
In der yogischen Heilkunst spricht man von 72.000 Nadis oder Energiekanälen, die sich um den Nabel herum befinden.
In der Akupunkturlehre entspricht der Nabel dem Akupunkturpunkt KG 8 (göttliche Grenze), der normalerweise nicht genadelt, sondern zur Energieaufnahme gern mit Wärme (Moxa) behandelt wird. Eine Blockade des Nabels führt zu einer Unterbrechung des vorderen der beiden Hauptmeridiane und auch in der taoistischen Energieheilkunde wird dadurch der wichtigste Energiekreislauf, der vorn und hinten um Kopf- und Rumpf verläuft unterbrochen.
Neuraltherapie und Kinesiologie: In der Neuraltherapie wird der Nabel bei abdominellen Beschwerden u. a. auch bei Nabelkoliken und als Störzone in Zusammenhang mit allergisch-asthmatischen Beschwerden gespritzt, und zwar dort wo die Zugspannung entsteht. In der Regel kann eine Umstellung des gesamten Vegetativums mit Entspannung der abdominellen und thorakalen Faszien und Organe beobachtet werden.
Fernwirkungen an der Wirbelsäule, im Magen-Darmtrakt, bei Blasenstörungen inklusive Enuresis (Bettnässen), kleinkindlichen Erkrankungen, Allergien, Schwindel oder Sterilität werden beschrieben.
In der angewandten Kinesiologie bedeutet der Nachweis für einen Nabelstörherd (positive Therapielokalisation) bereits ein „Switching“, eine Koordinationsstörung der beiden Hirnhälften und wird damit u. a. als häufige Ursache von Lernschwierigkeiten gesehen.
5.2.Praxis
Der Nabel wird mit dem Mittelfinger berührt und in die Richtung mit dem geringsten Widerstand verschoben oder gedreht. Mit der anderen Hand wird bei der Erstbehandlung sowie später nach Infekten oder längeren Stressphasen die obere, vordere Halsregion von außen für etwa eine Minute gehalten, dadurch entstört und in das System reintegriert.
Die angenehmste Richtung des Nabels wird erneut geprüft und gehalten, mit der anderen Hand werden nach und nach verschiedene Schmerz- oder Spannungszonen berührt. Normalerweise lösen sich in wenigen Minuten Muskelverspannungen und Gelenkblockaden und man spürt den befreiten Energie- und Blutfluss in Form einer angenehmen Wärme und Entspannung sowie einem Wohlgefühl. Anstelle der manuellen Entstörung der Mandelregion kann diese auch kurz mit einem Laserpointer bestrahlt werden.
Der Nabelreflex bei Nacken- und Rückenschmerzen
Die zweite Position bei lumbalen Rückenschmerzen sowie Beckenverwringungen und Beinlängendifferenzen berührt mit dem Daumen den Unterbauch zur Entspannung des Hüftmuskels, während die übrigen Finger mit der Handinnenfläche zwischen Becken und Rippen auf der tiefen Rückenmuskulatur liegen.
Die erste Position entspannt mit einer Hand weiterhin den Nabel nach erneuter Prüfung der weichen Richtung. Die andere Hand geht mit den Fingerspitzen an den oberen Nacken, so dass der Handballen über der Kiefermuskulatur liegt. Damit werden Kiefer- und Nackenmuskeln entspannt und oft auch schon Kopfgelenks- und Kiefergelenksblockaden gelöst.
Die dritte Position entspannt den unteren Nacken: Die freie Hand legt sich auf der Gegenseite halsnah über die Schulter. Die Fingerspitzen berühren das Schulterblatt, der Handballen das Schlüsselbein. Damit werden Schulterblattheber, Kopfnicker und die seitlichen Halsmuskeln entspannt.
Alle drei Positionen werden beidseits für jeweils einige Minuten gehalten. Solange noch Beschwerden bestehen, aber auch prophylaktisch bei Stress sollte der Nabelreflex jeden Abend durchgeführt werden.
Zusammenfassung: Nabelreflex
- eine Hand: Nabel -> freie Richtung
- andere Hand:
1. Position: Fingerspitzen (gleichseitig) obere HWS -> Kopfgelenke
Handballen -> Entspannung Kiefergelenk, Zungenbein Entstörung: Tonsillenregion
2. Position: Daumen -> Unterbauch (Iliopsoas)
Finger -> Lendenregion (Quadratus lumborum)
3. Position: untere HWS: Fingerspitzen -> Schulterblatt: Levator scapulae ( Schulterblattheber)
Handballen -> Schlüsselbein: Sternocleidomatoideus
( Kopfnicker), Scaleni ( fixiert die 1.Rippe), Trapezius (oberer Schulterrand)
4. Position: beliebige Schmerz- u. Spannungsregion, Narbenstörung
Behandlungsbesonderheiten
- Verminderte Sensibilität: Oft dauert es ein wenig bis der Patient am Nabel die freie Richtung spürt. Der Behandler gibt dann einen Impuls gemäß seinem eigenen Gefühl und beobachtet zusammen mit dem Patienten die Reaktion an Nabel und Schmerzpunkt. Stimmt die Richtung, tritt oft ein Pulsieren unter dem Behandlungsfinger auf, gefolgt von Wärme, Entspannung und Schmerzfreiheit.
- Erhöhte Sensibilität: Ein berührungsempfindlicher Nabel wird nur sehr sanft berührt. Auftretende Mikrobewegungen werden mit dem Tastfinger sanft begleitet. Ist überhaupt keine Berührung möglich, wird der Finger in der Nähe des Nabels gehalten und energetisch entstört(siehe bei Narbenreflex, Literatur Weber/Wiese)) bis eine Berührung möglich ist. Sensible Menschen können den Nabelreflex auch energetisch durchführen. Dazu wird die gewölbte Hohlhand über dem Nabel gehalten und in der Vorstellung der dadurch gebildete Raum im Bauch in alle Richtungen geschwenkt und die angenehmste Richtung, bei der sich u. U. auch schon die Beschwerden z.B. im Iliosacralgelenk auflösen, gehalten. In beruflichen oder persönlichen Stressituationen, die eine Berührung des Nabels verhindern oder als Entspannungsübung oder Meditationseinleitung hilft auch die mentale Durchführung des Nabelreflex. Dabei verschiebt man den Nabel nur in der Vorstellung in die freie Richtung.
6.Nabenreflex





